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Interstices
Interstices untersucht den Begriff des „Zwischenraums“ in der Musik – klanglich, kulturell und ästhetisch. Im Zentrum steht die Idee, dass Bedeutung nicht nur im Klang selbst, sondern auch in Übergängen, Pausen und offenen Räumen entsteht. Dieses Denken verbindet historische Werke (Bach, Couperin) mit zeitgenössischen Kompositionen, die diese offenen, schwebenden Räume weiterdenken.
Die Besetzung mit Cembalo, E-Gitarre und Elektronik schafft einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Trotz ihrer Gegensätze sind Cembalo und E-Gitarre durch das gezupfte Saitenprinzip verbunden, während die Elektronik den Klangraum erweitert und selbst zum kompositorischen Parameter wird – zwischen Mensch und Maschine, analog und digital.
Neue Werke von Ko Sahara, Céline Steiner, Lukas Stamm und Luca Marty greifen diese Idee auf und erforschen unterschiedliche Formen von Klang, Zeit und Bedeutung.
07.06.2026