Einfach gesagt: In der Performance HALVA tut Atina Tabé 48 Stunden lang pausenlos eine iranische Süssspeise zubereiten um den getöteten des Massakers im Iran am 8./9. Januar zu gedenken.
Halva, die Süssspeise aus Safran, Rosenwasser, Kardamom, Mehl, Öl und Zucker, wird im Iran und anderen Ländern Vorderasiens und Südosteuropas bei Beerdigungen an die Trauergemeinschaft verteilt. In der Performance HALVA tut dies Atina Tabé 48 Stunden lang pausenlos. Denn rund 48 Stunden dauerte das beispiellose Massaker an der iranischen Bevölkerung vom 8./9. Januar dieses Jahres.
Der Prozess des Halva-Kochens wird dabei zur Performance: eine langsame, wiederholte und konzentrierte Handlung, die sich über Zeit verdichtet. Das fertige Halva wird an die Anwesenden verteilt, als verbindende Geste des Teilens und Erinnerns.
Die Erfahrung von Verlust und Gewalt lässt sich kaum in Sprache fassen. HALVA sucht daher eine Form jenseits der Worte – eine schweigende Handlung, die Trauer nicht beschreibt, sondern sie vollzieht und ihr Raum gibt. Das Publikum ist eingeladen, Teil eines gemeinsamen, stillen Moments zu werden.
HALVA entstand aus dem Bedürfnis, an das Massaker an der iranischen Bevölkerung zu erinnern. Nur vier Monate später haben sich – nicht nur im Iran – die Ereignisse überschlagen. Doch der 8./9. Januar 2026 soll nicht vergessen werden. Diese Tage stellen einen Einschnitt dar, dessen Schmerz nicht vergeht, sondern fortbesteht.
Mitarbeit PROGR: Thea Burkhardt
Konzeptuelle Mitarbeit: Matthias Schoch
PROGR Innenhof
07–07 h
Presenter: Atina Tabé
03. – 05.08.2026